An seinem Oskar Werner-Abend hat der Schauspieler Bernhard Dechant mehr als zehn Jahre lang gearbeitet. Es gab verschiedene Versionen und Titel, bisher mit dem Ergebnis endlich leben konnte. Den Text für das Solo – in dem er kongenial von dem Musiker Stefan Sterzinger begleitet wird – hat er zum Teil aus Interviews mit Oskar Werner kompiliert. Es geht um den tiefen Fall des internationalen Stars, der am Ende mit schwerer Zunge durch die Provinz tingelte. Eigentlich jedoch verhandelt Dechant an dem Abend seine eigene Alkohol-Geschichte. Der Monolog (Co-Regie: Sophie Resch) ist ein Dialog zwischen Werner und Dechant; irgendwann kann man sie nicht mehr voneinander unterscheiden. Das Stück hat Dechant dabei geholfen, vom Alkohol loszukommen. Aber „Oskar Werner“ ist keine Therapiestunde, sondern ein Theater-Abend von existenzieller Wucht.
Vokalensemble GLAS
Kunstvoll polyphone Frauengesänge aus dem Südosten Europas: Von zarten Harmonien bis hin zu rasanten Rhythmen (BG, BA, HR, SI, HU, IR, AT) – Die magische Polyphonie der Balkanregionen.
„GLAS“ ist das Wort für „Stimme“ in den meisten slawischen Sprachen. Das Vokalensemble GLAS ist eine bunte Wiener Mischung, die mit dem Liedgut des südosteuropäischen Raums gleichzeitig die kulturelle Vielfalt Wiens repräsentiert. Diese Diversität zeigt sich nicht nur im Repertoire, sondern auch in der Herkunft der Sängerinnen, die aus Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Bulgarien kommen. Melodisch wie rhythmisch stellen die polyphonen Gesänge der Balkanregionen eine der komplexesten Formen europäischer folkloristischer Vokalmusik dar. Das Vokalensemble GLAS entführt das Publikum in diese magische Welt: von sehnsuchtsvollen Liedern der dalmatinischen Küste über leidenschaftliche bosnische Gesänge oder wilde bulgarische Heldenepen bis hin zu Gassenhauern aus Mazedonien.
Aljiosha Biz Duo
Aliosha Biz und Sascha Shevchenko sind Wiener, eigentlich. Und das seit vielen Jahren. So sehr seit vielen, dass Aliosha sogar schon einen Nebenwohnsitz im Waldviertel angemeldet hat. Aber ursprünglich sind sie von woanders. Sascha kommt aus Krasnyj Lutch – übersetzt, „roter Strahl“. Aliosha hingegen ist in Chornaja Gryas geboren. Übersetzt: schwarzer Schmutz. Toll. Würde Osteuropa-Experte Hugo Portisch noch leben, würde er sich auch nicht mehr auskennen, wo genau diese Ortschaften sich befinden.
Aber Aliosha und Sascha spielen leidenschaftlich gern Wiener Musik. Auch das seit vielen Jahren und mit vielen namhaften Wiener Musiker:innen: Neuwirth, Steinhauer, Palmisano, Hirschal und, und, und. Und sie sprechen Wienerisch, ein gebrochenes Wienerisch. Sie wagen es sogar, Wienerisch zu singen. Und diesmal beim Amon versuchen sie es sogar Niederösterreichisch.
Ramasuri
RAMASURI – drei beste Freundinnen und Sängerinnen, Olivia Herzog, Barbara Plank und Angelika Zach, die gemeinsam Stimmen, Saiten, Tasten und Felle schwingen lassen, um zeitkritisch zu sein und großen Emotionen Ausdruck zu verleihen. Pop und Soul werden in österreichischer Mundart und Englisch zu einem detailreichen Klangteppich verwoben und in einem hautnahen Akustikset präsentiert, in dem sich die drei Musikerinnen an ihren Stimmen, Körpern und Instrumenten austoben. Eingängig und verspielt, zugleich tiefgründig und gesellschaftlich reflektiert. Eine Garantie für Gänsehaut und Euphorie!
